Datenschutz-Grundverordnung-Zentrum (DSGVO)
DSGVO-Compliance bei der Nutzung von AWS-Services
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union schützt das Grundrecht europäischer Bürger auf Privatsphäre und den Schutz personenbezogener Daten. Die DSGVO enthält robuste Anforderungen, die Standards für Datenschutz, Sicherheit und Compliance erhöhen und harmonisieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Fragen zur DSGVO unten.
AWS-Kunden können alle AWS-Services nutzen, um personenbezogene Daten (wie in der DSGVO definiert), die über ihre AWS-Konten in die AWS-Services hochgeladen werden (Kundendaten), gemäß der DSGVO zu verarbeiten. Neben unserer eigenen Compliance haben wir uns bei AWS das Ziel gesetzt, unseren Kunden entsprechende Services und Ressourcen anzubieten, damit sie die für ihre Aktivitäten geltenden DSGVO-Vorgaben erfüllen können. Neue Features werden regelmäßig eingeführt und AWS bietet über 500 Features und Services für Sicherheit und Compliance. Weitere Informationen über die Tätigkeit von AWS finden Sie in unserem Blog Wie AWS EU-Kunden dabei hilft, die neuen Datenschutz-Herausforderungen zu meistern.
Schwerpunkte
Kundenkontrolle
Kunden haben die Kontrolle über ihre Kundendaten. Mit AWS können Kunden:
- Bestimmen, wo ihre Kundendaten gespeichert werden, einschließlich Speicherart und geografische Speicherregion.
- Den gesicherten Status ihrer Kundendaten festlegen. Wir bieten unseren Kunden eine zuverlässige Verschlüsselung für Kundendaten während der Übertragung und der Speicherung. Wir bieten Kunden außerdem die Option, ihre eigenen Verschlüsselungsschlüssel zu verwalten.
- Den Zugriff auf ihre Kundendaten und die AWS-Services und -Ressourcen über Nutzer, Gruppen, Berechtigungen und Anmeldedaten verwalten, die die Kunden steuern.
Übermittlungen außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
AWS-Kunden können weiterhin AWS-Services nutzen, um Kundendaten in Compliance mit der DSGVO aus dem EWR in Nicht-EWR-Länder zu übertragen, für die kein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission vorliegt (einschließlich der Vereinigten Staaten). Bei AWS hat der Schutz der Kundendaten höchste Priorität. Wir implementieren strenge technische oder organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten, unabhängig davon, welche AWS-Region der Kunde gewählt hat. Wir wissen, dass Transparenz für unsere Kunden wichtig ist. Wir führen die AWS-Services, die eine Übermittlung von Kundendaten beinhalten, auf unserer Website mit den Datenschutz-Features auf.
Im Zuge der Weiterentwicklung der regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen werden wir stets daran arbeiten, dass unsere Kunden weiterhin die Vorteile der AWS-Services nutzen können, wo auch immer sie tätig sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Kunden-Update zum EU-US-Datenschutzschild, in unserem Blogbeitrag zum Supplementary Addendum zum AWS DPA und im CISPE-Datenschutz- und Verhaltenskodex.
Übersicht und DSGVO-Grundlagen
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Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist ein europäisches Datenschutzgesetz, das am 25. Mai 2018 in Kraft trat. Die DSGVO ersetzt die EU-Datenschutzrichtlinie (Richtlinie 95/46/EC). Ziel ist es, die Datenschutzgesetze innerhalb der Europäischen Union (EU) durch ein einziges Datenschutzgesetz zu harmonisieren, das für jeden Mitgliedsstaat verbindlich ist.
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Die DSGVO gilt für alle Unternehmen mit EU-Niederlassungen und für alle Unternehmen, die die personenbezogenen Daten von EU-Bürgern verarbeiten und EU-Bürgern Waren oder Services anbieten oder das Verhalten von EU-Bürgern innerhalb der EU überwachen, unabhängig davon, ob diese EU-Niederlassungen besitzen oder nicht. Unter personenbezogenen Daten sind alle Informationen zu verstehen, die sich auf eine identifizierte natürliche Person beziehen oder anhand derer eine natürliche Person identifiziert werden kann, einschließlich Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern.
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AWS fungiert unter der DSGVO sowohl als Auftragsverarbeiter als auch als Verantwortlicher.
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Die SCCs sind ein im Voraus genehmigter Mechanismus zur Datenübertragung gemäß DSGVO, der in allen EU-Mitgliedstaaten anzuwenden ist und die rechtmäßige Übermittlung personenbezogener Daten in Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, die keinen Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission erhalten haben (Drittländer) ermöglicht.
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Die AWS-Servicebedingungen umfassen die Standardvertragsklauseln, die von der Europäischen Kommission im Juni 2021 beschlossen wurden. Das Addendum zur Datenverarbeitung von AWS bestätigt, dass die Standardvertragsklauseln automatisch gelten, wenn AWS-Kunden mithilfe von AWS-Services Kundendaten in Länder außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums übertragen, für die die Europäische Kommission keinen Angemessenheitsbeschluss verabschiedet hat (Drittländer). Als Teil der AWS-Servicebedingungen gelten die neuen SCCs automatisch, wenn ein Kunde AWS-Services nutzt, um Kundendaten in Drittländer zu übertragen. Die wenigen Kunden, die ein AWS DPA unterzeichnet haben, können sich weiterhin auf diese AWS DPA verlassen, da die neuen SCCs in den AWS-Servicebedingungen die vorherige Version der SCCs ersetzen. Kunden können daher sicher sein, dass alle Kundendaten, die sie mithilfe von AWS-Services in Drittländer übermitteln, das gleiche hohe Schutzniveau genießen wie Kundendaten im EWR. Weitere Informationen finden Sie im Blog-Beitrag zur Umsetzung der neuen Standardvertragsklauseln.
AWS- und DSGVO-Compliance nach Schrems-II-Urteil und EDSA-Empfehlungen
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Am 16. Juli 2020 hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) ein Urteil zur Übermittlung personenbezogener Daten von EU-Bürgern außerhalb des EWR (Schrems II) gefällt. In Schrems II entschied der EuGH, dass der EU-US Privacy Shield kein gültiger Mechanismus mehr ist, um personenbezogene Daten aus dem EWR in die USA zu übermitteln. In demselben Urteil bestätigte der EuGH jedoch, dass Unternehmen (vorbehaltlich der Durchführung zusätzlicher Maßnahmen, falls erforderlich) weiterhin Standardvertragsklauseln als gültigen Mechanismus für die Übermittlung personenbezogener Daten außerhalb des EWR verwenden können. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA), ein europäisches Gremium, das sich aus Vertretern der nationalen Datenschutzbehörden zusammensetzt, hat inzwischen in seinen „Empfehlungen 01/2020 zu Maßnahmen zur Ergänzung von Übermittlungstools zur Gewährleistung des unionsrechtlichen Schutzniveaus für personenbezogene Daten“ (EDSA-Empfehlungen) eine nicht abschließende Liste ergänzender Maßnahmen vorgelegt.
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Ja, AWS-Kunden können weiterhin AWS-Services nutzen, um Kundendaten aus Europa in Länder außerhalb des EWR zu übermitteln, für die kein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission vorliegt. Das Schrems-II-Urteil bestätigte die Verwendung von Standardvertragsklauseln als Mechanismus für die Übermittlung von Kundendaten außerhalb des EWR und AWS-Kunden können sich weiterhin auf die Standardvertragsklauseln für DSGVO-konforme Übermittlungen von Kundendaten außerhalb des EWR verlassen.
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Ja, AWS kann drei Arten von Unterverarbeitern verwenden: (1) AWS-Einheiten, die die Infrastruktur bereitstellen, auf der die AWS-Services ausgeführt werden; (2) AWS-Einheiten, die bestimmte AWS-Services unterstützen, für die sie möglicherweise Kundendaten verarbeiten müssen; und (3) Dritte, mit denen AWS einen Vertrag abgeschlossen hat, um Verarbeitungsaktivitäten für bestimmte AWS-Services bereitzustellen. Die AWS-Website für Unterverarbeiter bietet Informationen zu den Unterverarbeitern, die AWS in Übereinstimmung mit dem AWS DPA einsetzt, um Verarbeitungsaktivitäten für Kundendaten im Auftrag von Kunden bereitzustellen. Für einen einzelnen Kunden relevante Unterverarbeiter hängen von der AWS-Region ab, die der Kunde auswählt, und den jeweiligen AWS-Services, die der Kunde nutzt.
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Das AWS-Whitepaper, Compliance mit EU-Datenübertragungsvorschriften navigieren, enthält Informationen zu den Services und Ressourcen, die AWS seinen Kunden anbietet, um sie bei der Durchführung von Datenübertragungsbewertungen im Lichte des Schrems-II-Urteils und der nachfolgenden Empfehlungen des Europäischen Datenschutzausschusses zu unterstützen. Das Whitepaper beschreibt auch die wichtigsten ergänzenden Maßnahmen, die AWS zum Schutz von Kundendaten ergriffen und zur Verfügung gestellt hat.
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AWS bietet Kunden hilfreiche Informationen, einschließlich mehrerer Compliance-Berichte von externen Auditoren, die unsere Einhaltung einer Vielzahl von Sicherheitsstandards und -vorschriften überprüft haben, um das hohe Maß an Compliance zu belegen, das AWS für seine Infrastruktur unterhält. Diese Berichte zeigen unseren Kunden, dass wir die persönlichen Daten, die sie auf AWS verarbeiten, schützen. Beispiele sind unter anderem die AWS-Compliance-Richtlinien ISO 27001, 27017 und 27018. ISO 27018 enthält Sicherheitskontrollen, die sich auf den Schutz von Kundendaten konzentrieren.
Ja. Das öffentliche Register des Datenschutzkodex für Cloud Infrastructure Services Providers in Europe in Europa (CISPE) enthält eine Liste der entsprechenden AWS-Services. CISPE ist ein Zusammenschluss führender Cloud-Computing-Anbieter, der Millionen europäischer Kunden betreut. Der CISPE-Datenschutz- und Verhaltenskodex (CISPE-Kodex) ist der erste europaweite Verhaltenskodex für den Datenschutz, der sich auf Cloud-Infrastruktur-Services konzentriert. Der CISPE-Kodex wurde vom Europäischen Datenschutzausschuss im Namen der 27 europäischen Datenschutzbehörden gebilligt und von der französischen Datenschutzbehörde (CNIL), die als federführende Aufsichtsbehörde fungiert, formell angenommen. Im Jahr 2017 gab AWS bekannt, dass das Unternehmen eine frühere Version des CISPE-Kodex einhält.
Technische und organisatorische Maßnahmen
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Die DSGVO ändert nichts an dem AWS-Modell der geteilten Verantwortung, das für Kunden weiterhin relevant ist. Das Modell der geteilten Verantwortung ist ein nützlicher Ansatz, um die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten von AWS (als Auftragsverarbeiter oder Unterverarbeiter) und Kunden (als Verantwortlicher oder Auftragsverarbeiter) im Rahmen der DSGVO darzustellen.
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Ja, Sie können im AWS Partner Solutions Finder nach „GDPR“ oder „DSGVO“ zu suchen, um ISVs, MSPs und SI-Partner mit Produkten und Services zu finden, die bei der Einhaltung der DSGVO helfen. Kunden können auch in AWS Marketplace nach „GDPR“- bzw. „DSGVO“-Lösungen suchen.
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Ja. Das Team für AWS-Sicherheitsgewährleistungsservices hat einige Aktivitäten, um Kunden auf ihrem Weg zur DSGVO-Compliance zu unterstützen. Dieses Team von branchenzertifizierten Compliance-Experten hilft Kunden, Compliance in der Cloud zu erreichen, aufrechtzuerhalten und zu automatisieren, indem es geltende Compliance-Standards mit AWS-servicespezifischen Features und Funktionen verknüpft. Weitere Informationen dazu, wie Berater von AWS Professional Services Kunden helfen, finden Sie hier.
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Kunden können AWS Support nutzen, um technische Anleitungen zu erhalten, die sie auf ihrem Weg zur DSGVO-Compliance unterstützen. Als Teil dieser Aktivität haben wir Teams von Cloud Support Engineers und Technical Account Managers (TAMs), die geschult sind, um Compliance-Risiken zu identifizieren und zu minimieren. Die Supportstufe, die AWS bietet, hängt vom AWS-Support-Plan ab, den die Kunden wählen. Kunden, die wissen möchten, wie der AWS Premium Support ihnen helfen kann, erhalten weitere Informationen im AWS Support Center, das über die AWS-Managementkonsole verfügbar ist, über die in der Enterprise-Support-Vereinbarung mit AWS angegebenen Kontaktdaten oder auf der AWS-Support-Website. Kunden mit Enterprise Support sollten sich mit Fragen zur DSGVO an ihren TAM wenden.
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AWS verfügt über ein Verfahren zur Überwachung von Sicherheitsvorfällen und zur Benachrichtigung über Datenschutzverletzungen und benachrichtigt Kunden unverzüglich und in Übereinstimmung mit dem AWS DPA über Verletzungen der Sicherheit von AWS. AWS bietet Kunden außerdem eine Reihe von Tools, um zu verstehen, wer wann und von wo aus Zugriff auf ihre Ressourcen hat. Eines dieser Tools ist AWS CloudTrail, das Governance, Compliance, Betriebs- und Risiko-Überwachung eines AWS-Kontos ermöglicht. Mit AWS CloudTrail können Kunden Informationen über Kontoaktivitäten in ihrer AWS-Infrastruktur protokollieren, fortlaufend überwachen und speichern. Damit können Unternehmen verstehen, was mit ihrer AWS-Infrastruktur geschieht und sofort auf ungewöhnliche Aktivitäten reagieren. Weitere Informationen über die anderen Sicherheitstools, die AWS seinen Kunden zur Verfügung stellt, um ihnen bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen als Verantwortliche im Rahmen der DSGVO zu helfen, finden Sie auf unserer Website der AWS-Cloud-Sicherheit.
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AWS bietet Kunden und APN-Partnern eine Reihe von Tools zum Schutz ihrer Kundendaten und zum Schutz vor Cyber-Angriffen. Eines dieser Tools ist AWS Shield. Dies ist ein Schutz-Service von Managed Distributed Denial of Service(DDoS) zum Schutz von Websites und Anwendungen, die auf AWS ausgeführt werden. AWS Shield Standard ist ohne Aufpreis erhältlich und bietet eine permanente Erkennung und automatische Inline-Minimierung, die Ausfall- und Latenzzeiten von Anwendungen minimieren kann. Kunden und APN-Partner können AWS Shield Advanced nutzen, um sich besser vor Angriffen auf Webanwendungen zu schützen, die in AWS und mit ELB, Amazon CloudFront und Amazon Route 53 ausgeführt werden. AWS veröffentlicht und aktualisiert außerdem regelmäßig das Dokument AWS Best Practices for DDoS Resiliency, das Kunden helfen kann, AWS-Anwendungen zu entwickeln, die gegen DDoS-Angriffe resistent sind.
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Amazon Macie ist ein vollständig verwalteter Datensicherheits- und Datenschutzservice, der Machine Learning und Musterabgleich verwendet, um Ihre personenbezogenen Daten in AWS zu erkennen und zu schützen. Da Unternehmen immer größer werdende Mengen an Daten verwalten müssen, kann das Identifizieren und Schützen personenbezogener Daten beliebigen Umfangs zunehmend komplexer, teurer und zeitaufwendiger werden. Amazon Macie automatisiert die Erkennung personenbezogener Daten beliebigen Umfangs und senkt die Kosten für den Schutz Ihrer Daten. Amazon Macie erstellt automatisch ein Inventar der Amazon-S3-Buckets, einschließlich einer Liste der unverschlüsselten Buckets, öffentlich verfügbaren Buckets und solcher Buckets, die mit AWS-Konten außerhalb der in AWS Organizations definierten Konten geteilt werden. Danach wendet Amazon Macie Machine-Learning- und Musterabgleichstechniken auf die von Ihnen ausgewählten Buckets an, um personenbezogene Daten zu identifizieren und Sie entsprechend zu benachrichtigen.
- Standardmäßige Sicherheit bedeutet, dass die AWS-Services standardmäßig sicher sind. Wenn die Standardkonfiguration verwendet wird, ist der Zugriff auf Ressourcen nur für den Kontoinhaber und den Root-Administrator möglich.
- Mit AWS Identity and Access Management (IAM) können Kunden den Zugriff auf AWS-Services und -Ressourcen sicher verwalten. Mithilfe von IAM können Unternehmen AWS-Benutzer und -Gruppen anlegen und verwalten und mittels Berechtigungen den Zugriff auf AWS-Ressourcen zulassen oder verweigern. IAM ist ein Feature von AWS-Konten, die ohne Aufpreis bereitgestellt wird.
- Die AWS-Multi-Faktor-Authentifizierung fügt dem Benutzernamen und dem Passwort eines AWS-Kontos eine zusätzliche Schutzebene hinzu. AWS bietet Kunden die Wahl zwischen virtuellen MFA-Geräten und Hardware-MFA-Geräten.
- Mit AWS Directory Service können Kunden Unternehmensverzeichnisse integrieren und zusammenführen, um die Kosten für Administration zu verringern und das Endbenutzererlebnis zu verbessern.
- Mit AWS Config können Kunden vorkonfigurierte Regeln aktivieren, die sicherstellen, dass sich ihre AWS-Ressourcen in einem ordnungsgemäß konfigurierten und konformen Zustand befinden.
- AWS CloudTrail ermöglicht es Kunden, Informationen über Kontoaktivitäten im Zusammenhang mit Aktionen in ihrer AWS-Infrastruktur zu protokollieren, kontinuierlich zu überwachen und aufzubewahren, was die Sicherheitsanalyse, die Verfolgung von Ressourcenänderungen und die Fehlerbehebung vereinfacht (AWS CloudTrail ist standardmäßig für alle AWS-Konten aktiviert).
- Amazon Macie nutzt Machine Learning, um Kunden zu helfen, Datenverluste zu vermeiden, indem es automatisch sensible Daten in AWS erkennt, klassifiziert und schützt. Dieser vollständig verwaltete Service überwacht kontinuierlich die Datenzugriffsaktivitäten auf Anomalien und generiert detaillierte Warnmeldungen, wenn er das Risiko eines unbefugten Zugriffs oder unbeabsichtigten Datenverlustes erkennt – wie zum Beispiel sensible Daten, die ein Kunde versehentlich von außen zugänglich gemacht hat.
Um Kunden bei der Einhaltung der DSGVO zu unterstützen, hat AWS eine Reihe von Tools zur Kontrolle des Zugriffs auf personenbezogene Daten, die in den Inhalten der Kunden auf AWS enthalten sind. Zu diesen Tools zählen Folgende:
- Datenverschlüsselungsfunktionen, die in AWS Speicher- und Datenbank-Services verfügbar sind, wie Amazon Elastic Block Store, Amazon S3, Amazon Glacier, Amazon DynamoDB, Oracle RDS, SQL Server RDS und Redshift
- Flexible Optionen zur Schlüsselverwaltung, inklusive AWS Key Management Service, mit denen Kunden auswählen können, ob AWS die Schlüssel verwaltet oder Kunden die vollständige Kontrolle über ihre Schlüssel behalten
- Verschlüsselte Nachrichtenwarteschlangen für die Übertragung sensibler Daten mittels serverseitiger Verschlüsselung (SSE) für Amazon SQS
- Dedizierte, Hardware-basierte, kryptografische Schlüsselspeicherung mit AWS CloudHSM, mit der Kunden Compliance-Anforderungen erfüllen können
AWS bietet Kunden und APN-Partnern die Möglichkeit, für ihre in der Cloud ruhenden Kundendaten, eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzuzufügen und so Kunden bei der Erfüllung ihrer Sicherheitspflichten für die Verarbeitung als Verantwortliche im Rahmen der DSGVO zu unterstützen. Zu den Verschlüsselungs-Tools, die auf AWS verfügbar sind, gehören Folgende:
Außerdem bietet AWS Kunden und APN-Partnern APIs, um die Verschlüsselung und den Datenschutz mit beliebigen Services zu integrieren, die sie in einer AWS-Umgebung entwickeln oder bereitstellen.
- Multi-Faktor-Authentication (MFA)
- Individuell festgelegter Zugriff auf Objekte in Amazon S3-Buckets, Amazon SQS, Amazon SNS und mehr
- Authentifizierung von API-Anfragen
- Geografische Beschränkungen
- Tokens für den vorübergehenden Zugriff mit AWS Security Token Service
- Asset Management und Konfiguration mit AWS Config
- Compliance-Prüfung und -Sicherheitsanalytik mit AWS CloudTrail
- Identifikation von Herausforderungen bei der Konfiguration mit AWS Trusted Advisor
- Individuell festgelegte Protokollierung des Zugriffs auf Amazon-S3-Objekte
- Ausführliche Informationen zu Abläufen im Netzwerk mit Amazon VPC Flow Logs
- Regelbasierte Prüfungen und Aktionen zur Konfiguration mit AWS-Config-Regeln
- Filterung und Überwachung des HTTP-Zugriffs auf Anwendungen mit AWS-WAF-Funktionen in AWS CloudFront
- Verschlüsselung Ihrer Daten beim Speichern mit AES256 (EBS/S3/Glacier/RDS)
- Zentral verwaltetes Key Management (nach AWS-Region)
- IPsec-Tunnel in AWS mit den VPN-Gateways
- Dedizierte HSM-Module in der Cloud mit AWS CloudHSM
- ISO 27001 für technische Maßnahmen
- ISO 27017 für Cloud-Sicherheit
- ISO 27018 für Cloud-Datenschutz
- SOC 1, SOC 2 und SOC 3, PCI DSS Level 1,
- BSIs Cloud Computing Compliance Controls Catalogue (C5)
- ENS Hoch
AWS bietet bestimmte Features und Services, damit Kunden die Anforderungen der DSGVO erfüllen können:
Zugriffskontrolle: Nur autorisierte Administratoren, Benutzer und Anwendungen haben Zugriff auf AWS-Ressourcen
Nachverfolgung und Protokollierung: Sie sehen die Aktivitäten in Ihren AWS-Ressourcen
Verschlüsselung: Daten in AWS verschlüsseln
Starkes Compliance-Framework und Sicherheitsstandards: Wir demonstrieren die Einhaltung strenger internationaler Standards, wie zum Beispiel:
AWS und die GDPR des Vereinigten Königreichs
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Die DSGVO ist ein europäisches Gesetz und nach dem Brexit im Vereinigten Königreich nicht mehr gültig. Die britische Regierung nahm die Anforderungen der GDPR als „UK-GDPR“ in das britische Gesetz auf.
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AWS stellt ein UK-DSGVO-konformes DSGVO-Addendum des Vereinigten Königreichs zum AWS DPA bereit, das die Verpflichtungen von AWS als Verarbeiter von Daten unter der britischen DSGVO beinhaltet. Das DSGVO-Addendum des Vereinigten Königreichs ist Teil der AWS Servicebedingungen und wird automatisch für alle Kunden angewendet, die eine Vereinbarung zur Datenverarbeitung erfordern, die mit der britischen DSGVO konform ist.
Das DSGVO-Addendum des Vereinigten Königreichs, das Teil der AWS-Servicebedingungen ist, enthält die von der EC angenommenen SCCs und das internationale Datenübermittlungs-Addendum (IDTA), das von der britischen Datenschutzbehörde (dem Information Commissioners Office) herausgegeben wurde. Das IDTA ändert die SCCs, um sicherzustellen, dass sie einen angemessenen Schutz gemäß der DSGVO des Vereinigten Königreichs für internationale Datenübermittlungen in Länder außerhalb des Vereinigten Königreichs darstellen, denen kein angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten (Drittländer des Vereinigten Königreichs) zuerkannt wurde. Das DSGVO-Addendum des Vereinigten Königreichs bestätigt, dass die SCCs (in der durch das IDTA geänderten Fassung) automatisch gelten, wenn ein Kunde AWS-Services nutzt, um Kundendaten, die der DSGVO des Vereinigten Königreichs (UK-Kundendaten) unterliegen, in UK-Drittländer zu übertragen. Als Teil des DSGVO-Addendum des Vereinigten Königreichs in den AWS-Servicebedingungen gelten die SCCs (in der durch die IDTA geänderten Fassung) automatisch, wenn ein Kunde AWS-Services nutzt, um UK-Kundendaten in UK-Drittländer zu übertragen.
AWS und das schweizerische Bundesgesetz über den Datenschutz
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AWS bietet ein Schweizer Addendum zum AWS-Addendum zur Datenverarbeitung (das „Schweizer Addendum“) an, das die Verpflichtungen von AWS als Datenverarbeiter gemäß dem schweizerischen Bundesgesetz über den Datenschutz (das „FDPA“) beinhaltet. Das Schweizer Addendum ist Teil der AWS-Servicebedingungen (siehe Abschnitt 1.14.4) und gilt automatisch, wenn das FDPA für die Nutzung der AWS-Services durch einen Kunden zur Verarbeitung von Kundendaten gilt.
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Das Schweizer Addendum zum AWS-Zusatz zur Datenverarbeitung, der Teil der AWS-Servicebedingungen ist (siehe Abschnitt 1.14.4), beinhaltet die von der Europäischen Kommission verabschiedeten Standardvertragsklauseln (die „SCCs“), die von der Europäischen Kommission verabschiedet und gemäß den Anforderungen des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten geändert wurden. Das Schweizer Addendum bestätigt, dass die SCCs (in der durch das Schweizer Addendum geänderten Fassung) automatisch gelten, wenn ein Kunde AWS-Services nutzt, um Kundendaten, die dem FDPA unterliegen, in Drittländer zu übertragen.
Kontakt
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Kunden mit Fragen zur DSGVO empfehlen wir, sich zuerst an ihren AWS Account Manager zu wenden. Wenn Kunden sich für den Enterprise-Support angemeldet haben, können sie sich auch an ihren Technical Account Manager (TAM) wenden. TAMs arbeiten mit Solutions Architects zusammen, um Kunden bei der Identifizierung potenzieller Risiken und potenzieller Minderungen zu unterstützen. TAMs und Account-Teams können auch Kunden und APN-Partner mit spezifischen Ressourcen auf der Grundlage ihrer Umgebung und ihrer Bedürfnisse ausstatten.